Alle Artikel in: Baden-Württemberg

Bundesfestung Ulm

Bundesfestung Ulm: Fort „Oberer Kuhberg“

Zum Dreikönigstag war ich in einem Teil der ehemaligen Bundesfestung Ulm zu Gast. Genauer gesagt auf dem oberen Kuhberg. In dem gleichnamigen Fort findet jeden ersten Sonntag im Monat eine Führung des Förderkreises Bundesfestung Ulm e.V. statt, der sich den Erhalt der zahlreichen Festungsanlagen in und um Ulm auf die Fahnen geschrieben hat. Wie kam es zum Bau der Bundesfestung Ulm? Wir schreiben das Jahr 1814. Europa erholt sich gerade von den Wirren der Kriege unter dem französichen Feldherrn Napoleon, der erst im Frühjahr nach seiner Rückkehr von der Insel Elba bei der Schlacht von Waterloo entgültig gestürzt und nach St. Helena verbannt werden konnte. Auf dem Wiener Kongress beraten die Großmächte über die Neuordnung Europas und die Zukunft Deutschlands. Die einzelnen Staaten darin gründeten den „Deutsche Bund“, der ihre Souveränität, im Falle eines Angriffs durch einen äußeren Feind, gewährleisten sollte. Das Hauptaugenmerk richtete man damals auf Frankreich, das erst kurz zuvor durch Deutschland gewütet war. So entstanden entlang der Grenze in den Städten Mainz, Luxemburg, Landau, Rastatt und Ulm sogenannten „Bundesfestungen“. Ulm war dabei …

Entdecke Tübingens Schlosssammlung

Entdecke Tübingens Schlosssammlungen

Entdecke Tübingens Schlosssammlungen Das Schloss Hohentübingen bietet unglaubliche Superlative: das älteste Riesenfass der Welt, die ältesten Eiszeitfiguren, das älteste biochemische Labor und eine neu sannierte Schlosssternwarte. Das Schloss wurde erstmals 1078 während einer erfolglosen Belagerung durch Heinrich IV. erwähnt. 1342 musste die Burg an die Grafen von Württemberg verkauft werden. Zwischen 1816 und 1819 wurde das Schloss dann auf die bereits 1477 gegründete Universität Tübingen übertragen. Nach einer Umfassenden Sanierung können nun einige der Sammlungen der Universität  im Schloss bestaunt werden, dabei befinden sich viele bedeutende, seltene und interessante Ausstellungstücke darunter. Entdecke Tübingens Schlosssammlung! Es erwartet dich die älteste Flöte der Welt, oder eine komplette Grabkammer, die sich einst an den Füßen der Cheopspyramide befand und ein Regeagenzglas mit einer der ersten von Friedrich Mischer isolierten DNA´s! Los gehts! Wegbeschreibung zum Schloss Läufst du vom Hauptbahnhof geradeaus in den Park gelangst du über eine kleine Brücke in eine gr0ße Plantanenallee auf der Neckarinsel Tübingens. Vor Allem im Herbst leuchtet sie in den schillernsten Farben. Am südwestlichen Ende der Allee befindet sich das Silcherdenkmal. Silcher war …

Villa Rusticae in Hechingen-Stein

Villa Rusticae in Hechingen-Stein – historische Prunkbauten im Zollernalbkreis

In den folgenden Artikel möchte ich euch mit nach Hechingen nehmen. Du hast noch nie von diesem Ort gehört? Dann wird es höchste Zeit, denn es gab/gibt nahe des beschaulichen Städtchens gleich zwei riesige Prunkbauten im Zollernalbkreis, die von den damals Mächtigen in iherer Zeit errichtet wurden. Von Ersteren, eine antike Villa Rusticae in Hechingen-Stein, sind heutzutage leider nur noch die Grundmauern übrig, jedoch wurde ein Teil nach antiken Vorbild rekonstruiert. Die Zweite steht so fest wie eh und je auf dem Hohenzollern, der dem bedeutenden, deutschen Adelgeschlecht und der Burg ihren Namen verlieh. In folgenden Artikel soll es um die teilweise rekonstruierte Villa Rusticae im Freilichtmuseum Hechingen-Stein gehen. Die Entdeckung der Villa Rusticae in Hechingen-Stein Die Villa befindet sich in der Gemeinde Stein und ist mit dem Bus leicht alle zwei Stunden zu erreichen. 1973 entdeckte sie der damalige Bürgermeister Gerd Schollian und nach weiteren Sondierungen des Areals begann das Landesdenkmalamt Tübingen 1978 mit den ersten Ausgrabungen. Man konnte die Villa Rusticae in Hechingen-Stein in die Regierungszeit des Kaiser Domitian (81 – 96 n. …

über die Kelten

Faszinierendes über die Kelten – Das Fürstengrab in Hochdorf

Wir befinden uns ungefähr im Jahre 550 v. Chr. also lange bevor die Römer einen Fuß in die keltischen Gebiete setzten. In mühsamer Schwerstarbeit erschaffen die Kelten hier ihrem verstorbenen Fürsten ein Grabmal. Sie heben eine Grube aus und errichten darin einen 4,70 m × 4,70 m große Grabkammer aus Eichenstämmen. Um das Grab vor Räubern zu schützen beschweren sie diese mit großen Steinen, umgeben sie mit einer zweiten Kammer und legen abermals weitere Steinbrocken darum! Insgesamt sage und schreibe 50 Tonnen! Doch das ist noch nicht genug, damit man das Grabmal des bedeutenden Fürsten schon von weitem sehen konnte, schütteten die Arbeiter einen 6 m hohen und Hügel mit 60 m Durchmesser auf! Nach Einschätzung der Forscher musste dies je nach Anzahl der beteiligten Menschen 2 – 3 Jahre gedauert haben!

Urweltmuseum hauff

Die Saurier der schwäbischen Alb – Urweltmuseum Hauff

Heute werde ich euch nicht zeigen was sich auf den Bergen der schwäbischen Alb befindet, sondern vielmehr was sich darin verbirgt! Nämlich eine Vielzahl von Fossilien ausgestorbener Tierarten in eine längst vergangene Zeit, als es noch das Urmeer gab. Dort begegnen uns noch riesige Reptilien wie der Plesiosaurier, flinke Flugsaurier mit spitzen Zähnen statt Möwen und die Krokodile lebten noch im Meer! Das Urweltmuseum Hauff ist weltweit einzigartig. Nirgends sonst, wurden so viele versteinerte und gut erhaltene Meeresfossilien an einem Fundort ausgegraben. Damals befand sich Stuttgart und die schwäbische Alb noch ca. 200-300 m unter dem Meeresspiegel! In dieser Zeit lagerte sich feiner Schlamm ab, der im Lauf der Jahrtausende durch hohen Druck zu den Gesteinschichten des Schwarzen, Braunen und Weißen Juras wurde und so die Berge der schwäbischen Alb formte. Die Hauffs betrieben hier in Holzmaden einst einen Steinbruch um aus dem schwarzen Schiefer Öl zu gewinnen. Sehr viel davon fand man in dem Gestein allerdings nicht, dafür aber jede Menge versteinerter Fossilien! So viele, dass Bernhard Hauff Senior 1936 ein Museum gründete um all …

Burg Hohenneuffen

Mittelalterliche Burg Hohenneuffen – Wandern in der schwäbischen Alb

 In meinem ersten Artikel möchte ich euch mit in die schwäbische Alb nehmen. Hier befand einst das Stammgebiet des Kaisergeschlechts der Staufer. Ständig mussten sie ihren Herrschaftsanpruch gegen ihre Gegner in vielen Fehden und Kriegen auf´s Neue untermauern. Dies taten sie auch indem sie zahlreiche Burgen errichteten. Eine der schönsten Ruinen ist die mittelalterliche Burg Hohenneuffen! Die Burg