Allgemein, Armenien, Europa, Länder
Schreibe einen Kommentar

Armenien Travelguide

Travelguide Armenien

Hast du schon einmal daran gedacht nach Armenien zu reisen? Wahrscheinlich nicht, denn das Land wird oft vergessen! Zu unrecht wie ich finde. Denn in Armenien kannst du eine atemberaubende Natur erleben und eine freundlichen und herzliche Bevölkerung kennenlernen. Zahlreiche Klöster erinnern daran, dass Armenien das erste Land war, dass das Christentum annahm. Absolute Highlights sind dabei das Kloster Vahanavank, Geghard und die Höhlen von Lastiver. Also worauf wartest du noch?

Visum

Für Armenien benötigst du kein extra Visum. Die Einreise ist mit einen mindestens noch 6 Monate gültigen Passport möglich.

Flüge

Der einzigste internationaler Flughafen liegt in Yerevan. Die Flüge sind mit 220 € – 250 € vergleichsweise teuer. Da Flüge nach Tiflis (Geogrigien) mit 180 € – 200 € etwas günstiger sind und für Georgien ebenfalls kein Visum benötigt wird, würde sich eine kurze Fahrt von Tiflis nach Yerevan anbieten.

Unterkünfte:

Hostel: Gibt es nur in der Hauptstadt Yerevan. Sie kosten zwischen 5 €   und  9 € pro Nacht.

Hotel: Außerhalb bieten sich Hotels an. Die Zimmer welche sich im Preisrahmen 20 – 30 €

und entsprechen einfachen europäischen Standards. Auch Bed & Brakefast bei einer georgischen Familie ist weit verbreitet. So kannst du in das Leben der Menschen besser eintauchen! Gerne werden sie dir etwas von ihrem selbstgebrannten Schaps abgeben. Preise liegen um die 10 €

Schnapsbrennerei im Hinterhof meines Guest Houses in Goris

Geld

Die offizielle Währung ist der armenische Dram. Ein Euro entspricht dabei in etwa 550 Dram.

Sicherheits

Armenien ist ein sehr sicheres Land und die Menschen sehr hilfsbereit.

Verhaltensregeln

Ein großes Trauma ist der Völkermord und die Vertreibung der Armenier durch das osmanische Reich in den Weltkriegsjahren 1915 und 1916. Noch immer sind die Beziehungen zur Türkei und Aserbaidschans schlecht, sodass Gespräche in diese Richtung besser vermieden werden sollten. Zu Russland sind die Beziehungen gut. Mit der Sowjetzeit verbinden die Armenier noch viel positives, dafür sollte man Verständnis mitbringen.

 Transport:

Mit Kleinbussen, sogenannten Maschrutkas kommen die Armenier für unter 5 € von A nach B. Leider fahren diese nicht sehr häufig, manchmal sogar nur einmal oder zweimal am Tag. Es gibt keine ausgewiesenen Busbahnhöfe, sie halten oft am Straßenrand außerhalb der Stadt. Deshalb solltest du dich vorab gut über Abfahrtszeiten und Haltestellen informieren.

Stadtbusse

Innerhalb von Yerevan gibt auch Maschrutkas und Stadtbusse, die du Nutzen kannst. Alle anderen Städte kannst du leicht zu Fuß erkunden

In Yerevan gibt es außerdem ein mehr spärlich als gut ausgebautes Metronetz. Man muss kleine orange Plastikchips kaufen, die man dann vor Fahrtantritt in einen Münzschlitz einwirft.

Hitchhikking

Dadurch, dass die Maschrutkas nicht sehr häufig am Tag fahren ist Hitchikking unter Armeniern sehr weit verbreitet. Meistens sind es alte Ladas die für dich anhalten. Selbst bin ich sogar öfters per Anhalter als mit den Maschrutkas gefahren und wurde bis auf einmal nie nach Geld gefragt!

Zug

Aufgrund schlechter Beziehungen zu den beiden Nachbarländern Aserbaidschan und Türkei, gibt es derzeit nur eine Zugstrecke von Yerevan nach Tiflis. Sie hält an keinen besonders sehenswürdigen Orten und ist deshalb nur für den direkten Weg nach Georgien interessant.

Land und Leute

Armenier sind sehr gesellige und freundliche Menschen. Es wird dir öfter passieren, dass sie mit dir ihr Essen und ihren Vodka teilen. Als ich einmal an einem Wochenende wandern war, wurde ich ganze 4 mal zum Essen eingeladen! Mit denjenigen, die Englisch beherrschen wirst du interessante Gespräche führen, alle anderen verständigen sich mit Hand und Fuß.

Meghri

Der erste  sehenswerte Ort in meinem Armenien Travelguide. Meghri ist gleich der erste Ort hinter der iranischen Grenze und ein kleines verschlafenens Nest. Es gibt eine kleine Burg von der du eine gute Aussicht auf das Tal und die Passstraßen hat. Eine kleine Kirche auf im Zentrum der Stadt die zeigt, wie sich die Menschen einst die Hölle vorstellten.

Busse verlassen Meghri 1 mal früh morgens vom Hauptplatz Richtung Kapan

Kapan

Etwa 5 km von Kapan entfernt am Fuße des Berges Tigranasar liegt das Kloster Vahanavank, für mich persönlich das Schönste in ganz Armenien und ganz oben auf meiner Armenien Travelguide Liste. Ein Priester names Pater Avetic begrüßte mich als ich das Gebäude betrat. Er erzählte mir etwas über das Kloster. Es wurde von Vahan, dem Sohn eines syunitischen Fürsten gegründet. Er wurde infolgedessen selbst Mönch um sich vom Teufel zu reinigen. Pater Avetic ist eigentlich im Irak geboren in Kirkuk. Er ist mit seiner Familie vor dem Krieg hierher geflohen. Er hatte dort ein Auto, ein Haus un konnte seine Verwandten jeden Monat Geld schicken, nun gehe das nicht mehr. Dennoch ist er zufrieden mit seinem Leben.

Ebenfalls ganz in der Nähe befindet sich die Burg Baghaberd, eine der schönsten Burgen ganz Armeniens. Von oben sieht man auf die alte M2 Passstraße.

Ein Bus bringt bringt dich für unter 1 € zu beiden Zielen. Er fährt von der David Bek Statue in Kapan ab.

Goris

In der Nähe von Goris gibt es ebenfalls zwei sehr sehenswerte Orte. Zum einen das Höhlendorf Khndzoresk und das Kloster Tatev.

Die Höhlen Khndozersks wurden von Christen im 5. Jhdt. angelegt und bewohnt. Bilder im Aksel Bakunts Haus Museum in Goris zeigen, dass Menschen hier bis ins 19 Jhdt. lebten. Es gibt viel zu entdecken und eine abenteurliche und knirschende Hängebrücke verbindet die Schlucht mit der der anderen Seite auf der sich ein kleines Cafe befindet.

Busse nach Khndzoresk halten vonr dem Viva Cell Shop in der Mashtots Street 14 gegenüber dem Theater. (täglich alle 30-40 Minuten von 7:50 Uhr – 18:40 – Preis 350 AMD)

Das Kloster Tatev liegt 30 km südwestlich von Goris. Es wurde im 9. Jhdt. gegründet. Von Halizador aus bringt dich in 500 m mit fast 6 km die längste, in einer Sektion mit durchgehendem Tragseil ausgeführte Pendelbahn (9 €) der Welt auf die andere Seite der Worotan Schlucht!

Busse nach Tatev halten vor der Post in Goris (Montag & Freitag 15:00 Uhr/Dienstag & Samstag 9:00 Uhr – Preis 700 AMD)

Yerevan

In Yerevan war für mich persönlich das Matenadaran sehr sehenswert. Du findest dort viele alte Bücher, nicht nur Bibeln, sondern auch gesammeltes Wissen z.B. über Geschichte und  Pflanzenheilkunde. Für Geschichtsinteressierte sind auch das historische Museum, die antike Stätte von Ebruni und das Tsitsernakaberd, das sich mit dem Völkermord an den Armeniern beschäftigt.

Garni & Geghard

In Garni befindet sich ein griechisch-römischer Tempel auf einem Felsvorsprung auf dem man einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat. Nicht entfernt von dort befindet sich das Kloster Geghard. Das Besondere an diesem Kloster ist das sich ein Großteile der Räumlichkeiten im Felsen befindet. Eine unglaublich mythische Atmosphäre umgab mich. Außerdem sieht man in den umgebenden Felsen kleine Zellen, in denen Einsiedlermönche wohnten.

Ijevan & Höhlen von Lastiver

Als Letztes stelle ich dir in meinen Armenien Travelguide noch ein wahres Higlight vor! Ijevan ist ein guter Ausgangspunkt für den Besuch der Höhlen von Lastiver. Leider gibt es keinen öffentlichen Verkehr dorthin. Bei mir hat es gut mit Hitchhiken geklappt. Angekommen am Agpaga Resort kann man sich nochmals eine kleine Stärkung holen. Dann führt ein Wanderweg entlang an Schluchten und durch Wälder zur Höhle. Auf den Weg gibt es auch einen Abenteuerpark, bei dem man sich auf die andere Seite der Schlucht abseilen kann. Am Ende des Weges gibt es eine Gabelung. Wenn du links abbiegst erreichst du die Höhle von Lastiver. In dieser abgelegen Gegend suchten im 13. Jhdt. die Menschen vor der Mongoleninvasion Schutz. Man konnte sie einst nur mit einer Strickleiter erreichen. Besonder magisch und faszinierend sich dabei, die in die Wände der Höhle eingemeisselten Gesichter in denen die Verzweiflung der Geflüchteten für die Ewigkeit eingebrannt scheinen. Rechts gelangst du zum Lastiver Camp Ground, der Besitzer hat dort ein kleines Camp mit Baumhäuschen in denen man übernachten kann. Folgt man den Weg dann noch etwas weiter kommt man an einen schönen Fluss mit einem schönen Wasserfall.

 

 

 

 

Related Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.