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Abenteuer auf dem Limeswanderweg – Idstein

idstein

Hast du schon einmal von dem Limeswanderweg gehört? Nein? Dieser fast gänzlich unbekannte Weg führt dich an am ca. 550 km langen römisch-germanischen Grenzwall genannt „Limes“ entlang! Das besondere an diesem Weg ist, dass er dich von Rheinbrohl (nahe Bonn) bis nach Regensburg einmal quer durch Deutschland und die schönsten Natur- und Wandergebiete der Bundesländer Rheinland-Pfalz (Westerwald), Hessen (Taunus) , Baden-Würrtemberg (Odenwald) und Bayern (Altmühltal) bringt. Gleichzeitig gibt es auf dem Weg immer wieder viel zu entdecken. Ob alte Ruinen römischer Kastelle, Römerfeste geschichtsbegeisterter Freizeitrömer oder widererichtete Türme, die zur Rast einladen und von denen man eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung genießen kann! Mit meinen ultimativen Guide kannst nun auch du dich auf den Weg durch eine atemberaubende Landschaft machen, direkt vor deiner Haustür!

2012 erwanderte ich den bayrischen Limesteil von Gunzenhausen nach Regensburg, zwei Jahre später ging ich von Rheinbrohl nach Idstein. Im März diesen Jahres befand ging die Reise weiter nach Aschaffenburg diesen Abschnitt möchte ich dier nun in meiner neuen Serie „Abenteuer auf dem Limeswanderweg“ vorstellen. Heute mit dem hessischen Mittelalterstädtchen Idstein und der erste Abschnitt zum Restaurant Sandplacken

Idstein

Du wirst die Stadt einfach lieben! Idstein wird, mit seinen zahlreichen bunt bemalten Fachwerkhäusern, einem imposanten Burgtor und dem schon von weiten sichtbaren mächtigen „Hexenturm“ deine Vorstellung einer mittelalterlichen Märchenwelt garantiert übertreffen!

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Betrittst du den nach König Adolf von Nassau benannten Platz, wirst du zurest am „Schiefen Haus“ vorbeikommen. Das Knallblaue Gebäude besitzt untypisch für die damalige Zeit ganze vier Stockwerke und wurde 1772 errichtet. Gleich daneben befindet sich das Rathaus Idsteins. Als nächstes siehst du ein imposantes Burgtor, dahinter gelangst du zum sogenannten „Hexenturm“

Besonders ins Auge stechen wird dir dabei, das Killinghaus, mit seiner wunderschönen Fassade aus Schnitzwerk. Es wure im Jahre 1615 vom gräflichen Amtsschreiber Johann Killing und seiner Ehefrau Anna Magarethe Loeber errichten. Heutzutage befindet sich darin die Tourismusinformation und ein kleines aber informatives Stadtmuseum. Der Eintritt ist frei.

Dort bekommst du auch den Schlüssel zu einer ganz speziellen Pforte. Mit ihm erhälst du exklusiven Zugang zum 42 m Hexenturm und ermöglicht dir einen wunderbare Aussicht über die Stadt!

Auf keinen Fall vergessen solltest du die Unionskirche an deren inneren Decke sich 38 einzigartige Wandgemälde mit Szenen aus der Bibel befinden!

Für das leibliche Wohl kann ich dir eine Einkehr in die „Alte Feuerwache“ empfehlen. Es gibt gut bürgerliche Küche und ein vorzügliches, selbstgebrautes Bier. Die 2 Kessel befinden sich mitten in der Wirtsstube und man kann beim Bierbrauen zuschauen!

Von Idstein nach Glashütten

Verlässt man Idstein in Richtung Dasbach gelant man zu einem seit 2002 widererichteten Limesturm. Hier startet der eigentliche Limeswanderweg!

Zunächst geht es über offenes Feld auf das Örtchen Dasbach zu. Von dort aus führt dich der Weg weiter duch den Ort und in einen Buchenwald. Hier kann man noch sehr schön die Reste des Limes erkennen!

Man kommt schließlich zum Kastell Alteburg von hier aus kann man schon den Großen Feldberg sehen. Auch erfährt man einiges über Streuobstwiesen.

Nach einer Weile über offenenes Feld gelangt man an einen Fischweiher und einen Pferdehof. Danach wechseln sich Wald und freies Feld immer wieder ab. Ein steiler Anstieg führt nun in das kleine Örtchen Glashütten, dort befinden sich am Ortsende nochmals Supermärkte, falls du noch Verpflegung benötigen solltest.

Der Glasweg

Gleich hinter einen Supermarkt am Ortsende gibt es einen kleinen Informationsstand zum hiesigen Limesabschnitt. Ab hier beginnt auch der Glasweg. Ein sehr kreativer und künstlerischer Abschnitt, der dich über die mittelalterliche Glasherstellung und das harte Leben derjenigen die es herstellten informiert. Außerdem kannst du eine wieder ausgegrabene Glasschmelzofen entdecken.

Hinauf zum Großen Feldberg

Nun kommt ein sehr steiler Anstieg auf den Großen Feldberg bis du schließlich zu einem Gasthaus mit dem nun treffenden Namen „zum Roten Kreuz“ gelangst ;). Das schlimmste ist aber nun geschafft, der Weg führt nun wieder links vom Gasthaus in den Wald.

Nach einer Weile gelangst du zum Kastell „Großer Feldberg“. Es ist eines der am Besten erhaltenen Bauwerke auf dem Limes und auch mit 700 m gleichzeitig höchstgelegene. Hier bewachte eine ca. 200 Mann starke Truppe den Übergang am „Roten Kreuz“ und stammte wahrscheinlich aus dem heutigen Ungarn. Auch in dieser Höhe mussten die römischen Soldaten nicht auf ihre gewohnten Annehmlichkeiten verzichten. Auf der anderen Seite des Kastells findet man die Überreste eines römischen Badehauses. Mit Warm-, Kalt- und Schwitzbad. Sogar eine Fußbodenheizung war vorhanden!

Weiter geht der Weg immer weiter geradeaus durch den Fichtenwald bis man einzigen Hotel der Gegend kommt.

 

Das Hotel Sandplacken bietet:

Kroatische Küche, Erholung, Waldspaziergänge

Kosten: 69 € für ein Doppelzimmer

Sehr froh war ich über die Badenwanne in meinem Zimmer. So konnte ich nach der im März doch noch sehr kühlen Jahreszeit ein wohltuendes heißes Bad genießen.

 

 

 

 

 

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