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Auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan

kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan

 

Pakistans Küche ist genauso vielfältig, wie seine Bewohner! Auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan lernte ich eine Vielzahl an tollen Gerichten kennen! Sie startete im Lahore, die Stadt ist weltweit bekannt für gutes Essen! Weiter ging es in den Norden. Isst man im dort kaum scharf so verbrannte ich mir im Süden glatt den Mund 😉 . Vom Nationalgericht den Biryani gibt es unzählige verschiedene Varianten, dass es schwer fällt zu sagen welches das Originalrezept war. Vermutlich hatt jedes Restaurant mittlerweile sein eigenes Rezept. Auch wurde sie über die Jahrhunderte auch immer wieder von den Ländern  Pakistans beeinflusst. So stammt das Falooda ursprünglich aus Persien und wurde weiterentwickelt. Nihari wurde ursprünglich in Dehli erfunden und nahm seinen Weg nach Pakistan mit den Auswanderen Mitte des 20. Jahrhunderts und ist heute in Karachi weit verbreitet.

Worauf wartest du? Folge mir auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan!

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Speisen werden mit großen Eisblöcken gekühlt

Frühstück

Auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan lernte ich verschiedene Brote kennen:

Naan ist allgegenwärtig in Pakistan. Teigfladen die man an die Wände geheizter Öfen geklebt, bis sie gar sind. Da die Pakistaner traditionell nicht mit Besteck essen, formen sie das Brot zu eine Art Löffelchen um Essen aufzunehmen.

Roti: Während Naan dicker ist sind Rotis sehr dünne Teigfladen

Chapati: Hingegen ist luftiger und sehr weit verbreitet in Pakistan

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Chana Masala

Ist ein weit verbreitetes Dal aus Kichererbsen. Typischerweise ist es mittel- bis sehr scharf mit einem leichten Geschmack von Zitrone. Die Zubereitungsarten sind wiederum sehr unterschiedlich. Es gibt eine sehr ölreiche Variante, wie in diesem Bild und eine Variante in dem es mit Tomaten, Zwiebeln und verschiedenen Gewürzen (Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Nelken etc.) zusammen gekocht wird, wie weiter unten beim Poori. Kartoffeln fügt man gerne in Sindh hinzu.

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Poori

Poori  ist ein hauchdünnes fritiertes Brot. Traditionell wird es zum Frühstück zusammen mit Dal, Chana Masala oder einem sehr süßen Milchreis gegessen.

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ocra+dal masch

Ocra ist eine Gemüsepflanze die vor ca.3000 Jahren in Ägypten angebaut wurde. Sie stammte ursprünglich aus Äthopien und ist in ganz Südasien beliebt. Der Geschmack erinnerte mich an grüne Bohen und geberaten auch etwas an Kartoffeln.

Dazu isst man Dal Mash aus weißen Linsen zubereitet. Weitere Bestandteile des Gerichts sind Chilischoten, Zwiebeln und Roti (Brot). Unser Gericht schmeckte scharf und hatte außerdem eine leichte Zimtnote.

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Rabari

Ist gesüßte, eingedickte Milch. Oft mit Rosinen oder Mandeln verfeinert. Es ist sehr bekannt in Lakarna und Hyderabad und wird zum Frühstück gegessen.

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Mittagessen

Auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan lernte ich zwei wichtige Mittagessen kennen:

dahi baray

Ist ein Linsendaal, welches mit Naturjoghurt gemischt wird. In meinem Dahi Baray waren statt Linsen gekochte Bohnen und anderes Gemüse. Es hat einen erfrischenden Geschmack. Dahi Baray wird vor allem in Bahawalpur gegessen. Ein Imbiss befindet sich direkt auf dem Basar hinter dem Fareed Gate.

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Chicken / Mutton karahi

Der Karahi ist eine spezielle Form des Kochtopfs, welche wie ein kleiner Wok aussieht. Verbreitet ist er in ganz Südasien bis Afghanistan. Er kann entweder zum Fritieren von Fleisch oder Kartoffeln für Samosas verwendet werden oder für die Zubereitung der leckeren Karahi-Gerichte. Man kocht Hühchen- oder Lammfleisch 30 – 50 Minuten zusammen mit Tomaten, Knoblauch, Ingwer und scharfen Chilischoten zu eine Art Eintopf.

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Abendessen

Auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan lernte ich viele tolle und sehr aufwendige Gerichte für das Abendessen kennen:

biryani

Ist in ganz Süd- und Südostasien verbreitet und nach eigenen Aussagen das Nationalgericht Pakistans. Die Hauptzutaten sind Reis, Fleisch (meist Hühnchen oder Schaf) und verschiedene Gewürze.  Man brät den Reis zunächst  mit Ghee (Butterschmalz) an, was ihm sein spezielles Aroma verleiht. Anschließend kocht man den Reis , bis er zur Hälfte gar ist um schließlich in einen Topf mit mariniertem Fleisch geschichtet und fertig gegart zu werden. Es gibt innerhalb von Pakistan Unterschiede in der Art der Zubereitung oder der Zutaten. So wird Biryani aus der Provinz Sindh zusätzlich mit Kartoffeln zubreitet.

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Kebabkulinarischen entdeckerreise durch pakistan

Die auf glühenden Kohlen servierten Fleischspieße sind auch in Pakistan sehr beliebt. Wahlweise bekommt man Reis oder Naan dazu gereicht.

 

 

 

Nihari

Ist Fleisch (meist Lamm) welches langsam zusammen mit deren Fett und Knochenmark gekocht wird. Das Gericht stammte ursprünglich aus Dehli und Hyderabad in Indien im späten 18. Jahrhundert. Die ansäßigen Muslimen kochten es über Nacht und servierten es am nächsten Morgen. Später wanderten viele Muslime nach Pakistan und vor allem Karachi, dort ist es noch heute weit verbreitet. Es wird zusammen mit Zitrone, grüne Chili, Ingwerstreifen und Roti serviert. Es ist scharf gewürzt und schmeckt sehr gut.

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Gewürzmarkt in Lahore

Haleem

Bei diesem Gericht wird Getreide / Linsen und Fleisch (Lamm oder Hühnchen) erst für zwei Stunden in Salzwasser gekocht und mit einem großen Mixer zu Brei zerkleinert und weitere sechs Stunden weitergekocht, bis es schließlich serviert werden kann. Dazu wird oft geröstete Zwiebeln, Naan, Ingwerstreifen und Zitronen gereicht.

Das Originalrezept kann in das 10. Jahrhundert zurückdatiert werden. Durch arabische Soldaten kam das Gericht nach Hyderabad in Indien. Die Einwohner entwickelten das Gericht zur heutigen Form weiter und brachten es schlielich nach Karachi.

Traditionell wird es an hohen muslimischen Feiertagen, wie Ramadan oder Murharram serviert und ist ein typisches Straßenessen.

kulinarischen Entdeckerreise Pakistan

Nachtisch

Kheer

Kheer ist ein typischer Reispudding, der nicht ganz so süß ist und den man nahezu überall auf allen Straßen Pakistans bekommt.

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Falooda
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Falooda in Larkana

Ist ein Eissorbet mit Vermicelli-Nudeln, das ich bereits letztes Jahr während meiner Iranreise kennenlernen durfte 🙂 . In der Mogulära kam es nach Indien und Pakistan. Faloodeh wurde sowohl in Iran als auch in Pakistan weiterentwickelt, so gibt es ganz unterschiedliche Varianten von Falooda. Man findet es oft in kleinen Straßencafes, aber auch in Restaurants.

Peshawar: Dort bekam ich in einem kleinen Laden an der Chowk Yadgar ein Falooda mit einem Eis, dessen Geschmack eine Mischung aus Vanille, Ei und Rosenwasser erinnert. Für mich das köstlichste Falooda!

Lakarna: Ebenso ein Eis bekam ich in Lakarna, jedoch ohne Eiswürfel und mit kleingeschnittenten Nudeln und mehr Eiscreme.

Bahawalpur: Dort bekam ich im Bazar am Fareed Gate ein Falooda mit Kheer und roten Sirup

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Falooda in Bahawalpur

Snacks

Snacks die ich auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan kennenlernte:

Pakora

Ein in Pakistan und Indien typischer Snack für Zwischendurch. Man taucht eine oder Zwei Zutaten, wie Kartoffeln, Auberginen, Panir-Käse etc. in Mehl und fritiert es dann. Achtung Pakoras sind sehr scharf.

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Eingedickte Milch ist eine Grundzutat für viele Süßspeisen in Pakistan

Samosa

Der Teig besteht aus Butter, Wasser, Salz, Mehl und Öl. Sie werden zu dreieckigen Taschen geformt und fritiert. Es werden verschiedenen Füllungen angeboten, wie beispielsweise Erbsen oder Kartoffeln.

Früchte:

Die Bananen und Mangos Pakistans gehören zu den saftigsten, süßesten und besten Früchten, die ich je gegessen habe!

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Süßigkeiten

Auf meiner kulinarischen Entdeckerreise durch Pakistan kam auch kam auch die Naschkatze in mir nicht zu kurz:

Sohan halwa

Die Grundzutaten des Sohan Halwa sind Milch, Mehl, Weizenkörner, Zucker, grüner Kardamon und Butter. Zuerst werden die Weizenkörner grob gemahlen und mit dem übrigen Mehl vermengt und danach in heißer Milch gekocht, bis die Milch gerinnt. Weiterhin werden der Kardamon und der Butter dazugegeben. Schließlich trennt sich das Fett der Butter und schwimmt oben auf. Dieses wird dann entfernt und die restliche Masse kühl gestellt. In die dann zähe Masse werden oft noch andere Zutaten, wie Mandeln oder Haselnüsse miteingearbeitet. Multan ist berühmt für sein Sohan Halwa. Es gibt extra Süßwarenladen entlang der Baba Safra Road nahe des Shah Shams Tabrazi Schreins. Aber auch an den Schreinen in Bit Sharif und Sehwan kann man welches kaufen.

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Sohan-Halwar-Laden in der Nähe des Shams Tabrazi Schreins

Barfi

Die Hauptbestandteile dieser Süßigkeit sind Milch und Zucker. Die weiteren Zutaten können sehr Vielfältig sein. So werden Mangos, Kokosnussraspeln, Pistazien oder Cashews zugemengt. Barfis werden in den Konditoreien in Form von kleinen brauen Vierecken verkauft. Pakistaner essen sie gerne zu Hochzeiten.

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oben Barfi unten Gulab Jamun

Gulab Jamun

Gulab beudeutet im persischen „Rosenwasser“, welches in den aromatisierten Zuckersirup gegeben wird, die Teigbällchen werden danach fritiert. Jamun hingegen bezeichnet den Rosenapfel, denen die Teigbällchen in ihrem Aussehen ähneln. Die Teigbällchen bestehen aus eingekochter Milch und Mehl. Gulab Jamum ist in Pakistan und Indien sehr beliebt. Es schmeckt sehr süß und auch etwas nach Birne. Es ist in Bazaaren (z.B. in Multan) und Konfiserien erhältlich.

Getränke

Sharbat Gond Kateera

Die Grundzutat für dieses süße Getränk, welchens gesundheitsfördernde Wirkung haben soll, stammt von einem dornigen Busch, namens Astragalus Gummifer. Er ist in ganz Westasien, Kurdistan und Irak heimisch ist. Verletzt man die Rinde des Busches sondert er zum Schutz eine geleeartige Masse ab. Diese  bewahrt den Baum vor Austrocknung und Infektionen. Getrocknet ist es wie ein Pulver, in Kontakt mit Wasser beginnt es sofort zu quellen. Es ist in der Lebensmittelindustrie auch unter den Namen E413 als Verdicker z. B. für Salatdressings bekannt.

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Wie überall in Pakistan gibt es auch bei Sharbat Gond Kateera kein Patentrezept, sondern viele verschiedene Varianten.

Auf den Basaren Peshawars bekam ich eine Schale mit diesen kleinen Geleebällchen angeboten, dazu noch viele andere Zutaten, wie Mandeln, Sesam, Cashews, Eiswürfel und Kokosnussraspeln, die wir aus einer Schale löffelten.

Angeblich hilft Kateera das Immunssystem anzuregen und wirkt vorbeugend gegen Krebs. Auf jeden Fall ist es sehr erfrischend und genau das Richtige an einem heißen Sommertag!

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Lassi

Lassi ist ein Mix aus Joghurt, Wasser und verschiedene Gewürze: Es gibt eine traditionelle salzige Variante, die in der pakistanischen Provinz Punjab weit verbreitet ist und eine süße Variante. Eine Variante mit Mango ist nicht nur in Pakistan, sondern weltweit sehr beliebt.

Tee

Tee darf in Pakistan bei keiner Mahlzeit fehlen. Üblicherweise ist es Schwarzer Tee mit einem Schuss Milch, wie er in England üblich ist. Eine Einladung zum Tee darf gerne angenommen werden, er ist Ausdruck der Gastfreundschaft der Pakistaner.

Im Norden trinkt man gerne Grünen Tee. In den Teestuben Peshawars gibt es eine besondere Variante, den man aus Schalen trinkt. Dieser schmeckt erstaunlicherweise zuerst sehr süß und wird nach einer Weile immer herber. Die Zubereitung ist selbst manchen Einheimischen ein Rätsel.

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Lust auf Süßes? Hier erfährst du alles über die Welt der iranischen Süßigkeiten 😉

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