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Reiseroute – Der Wilde Westen Irans

Iran Reiseroute

Diesmal möchte ich euch in den Wilden Westen Irans entführen. Auf dieser Reiseroute erwarten euch zahlreichen antiken Stätten! Der Provinz Loristan mit seinen wundervollen Menschen und einer atemberaubenden Berglandschaft mit zahlreichen Wasserfällen und bis in das Gebiet der Kurden mit unendlich weiten Bergketten an die Grenze zum Irak. Schließlich geht es dann über Hamedan zurück nach Teheran.

Ahwaz


Ist eine schmucklose Industriestadt im Süd-Westen Irans ohne Sehenswürdigkeiten, aber von Theran, Schar-e Kord und Shiraz leicht zu erreichen und deshalb idealer Ausgangspunkt für diese Inran Reiseroute! Ebenfalls gibt es eine Zugverbindung nach Teheran.

Schushtar

Schuschtar besitzt über zahlreiche antike und mittelalterliche Bauten. Besonders hervorzuheben sind dabei die Wassermühlen, ein ehemaliges Handwerks- und Müllerviertel, das  ganz plötzlich vor dir auftaucht. Außerdem gibt es eine große Burg mit einem langen unterirdischen Wassertunnel.

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Sush

Auch Susa genannt ist eine der ältesten Städte, die bis heute noch Menschen leben! Sehenswürdigkeiten sind u. a. der Palast des Dareios I, der im 1. Perserkrieg mit dem Griechen bei Schlacht von Marathon scheiterte. Die Burg Sush wurde von den Franzosen 1890 als Basis für ihre archäologischen Ausgrabungen genutzt. Die Fundstücke befinden sich heutzutage im Louvre. Im inneren der Burg gibt es leider nur noch ein paar angestaubte Ausgrabungsgegenstände zu sehnen. Die Burg selbst ist aber allemal einen Besuch wert! Ein weitere besuchenswerter Ort ist das Grab des Daniel, der sich, laut altem Testament, auch in Susa aufgehalten haben soll.

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Tschoga Zanbil

Ein mächtiger antiker Tempel 4o km entfernt von Sush! Du solltest unbedingt zu Sonnenuntergang hierher kommen, da dann das Licht am schönsten auf die riesige Anlage fällt. Der Sternenhimmel ist hier ebenfalls wunderschön.

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Bisheh Waterfall

Ein sehr beeindruckender Wasserfall im Westen Irans ist der in Bisheh, auf der ebenfalls wunderschönen Zugstrecke zwischen Andimeshk und Dorud liegt. Die Menschen die hier leben wwesten irans erden Lorestani genannt. Sie halten sich gerne in der Natur auf und lieben das Singen und Jagen. Traditionen sind ihnen wichtig! Fremde laden sie gerne zu sich nach Hause ein. Sie sind sehr freundlich und scheuen keine Mühe dir die schönste Zeit deiner Reise zu bereiten.

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Kermanshah

Landesweit bekannt ist Kermanshah für sein himmlisch schmeckendes Nan-e Berenji. Kleine luftig leichte Plätzchen aus Mehl, Rosenwasser und Safran mit Mohn bestreut. Entlang des Tarike Basar´s reiht sich ein Bäcker nach dem anderen. Es gibt auch eine etwas abgewandelte Version mit Dattelfüllung. Sehenswert sind die antiken Relieft Taq-e Bostan und Bisotun 33 km östlich von Kermansah. Hier befindest du dich in Kurdistan. Die Kurden sind ebenso wie die Loristanis sehr friedliche und zuvorkommenden Menschen. Wir waren sehr erstaunt als wir durch ein Dorf gingen und dort von den Bewohnern einfach so mit Trinkwasser und etwas zu Essen versorgt wurden. Mehr als uns zum Tragen lieb gewesen wäre! Du wirst vielen Männern mit enormen Schnauzbärten begegnen, denn das gilt bei ihnen als besonders männlich!

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Ab Kermansah habe ich mich per Anhalter fortbewegt!      

Paveh & Kuh-e Takht

Das besondere an Paveh ist, dass sich die Häuser hier eng an den Berghängen anschmiegen und so eine einzigartiges Stadtbild formen. Paveh dient als guter Ausgangspunkt für ein echtes Abenteuer. An steilen Felshängen schlängelt sich eine Passstraße entlang des Berges Kuh-e Takht. Hier ist die Militärpräsenz sehr hoch, denn gleich auf der anderen Seite beginnt der Irak. Keine Sorge vor den Grenzern, sie sind sehr freundlich und wollen nur das Spiel spielen: „Wer kennt mehr Fußballer der Deutschen Nationalmannschaft!“  Vom höchsten Punkt der Passstraße kann man in die irakischen Dörfer sehen, so friedlich, dass man gar nicht glauben könnte welche schlimmen Dinge in diesem Land passieren…

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Marivan

Weiter geht auf der Reiseroute im Westen Irans nach Marivan, einem beliebten Ausflugsziel. Nicht weit weg von der Stadt befindet sich der See Zarivar. Er ist 5 km lang und ca 1,6 km breit und ist tiefblau. Hier kannst du dich erholen und die Seele baumeln lassen, neben zahlreichen Campingplätzen gibt es auch Tretbote um ein bisschen am See entlang zu fahren. Eine besondere Spezialität ist ein riesieger hier gefangener Fisch, der gegrillt einfach köstlich schmeckt. Er  ist mit 12,50 € für iranische Verhältnisse ziemlich teuer, dafür werden aber auch zwei Leute satt davon.

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Hamadan

Hamadan hatte für mich einen den urtümlichsten und lebendigsten Basar, den ich während meiner Iranreise besucht habe. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick etwas konservativ, die Menschen waren zu mir jedoch überaus freundlich und interessiert. Beinahe an jeder Straßenkreuzung wurde mir ein herzliches „welcome to Iran!“ zugerufen. In der Stadt selbst befindet sich die Ausgrabungsstätte Tepe Hagmatana und das nebenan befindliche Museum mit Ausgrabungsfunden aus der Meder und Achämeniden. (Es gibt auch einen kostenlosen nicht ganz legalen Alternativeingang) Einfach das Gelände umrunden, im Museum will keiner ein Ticket von dir sehen. Busverbindungen von Marivan gibt es direkt oder häufiger mit Umstieg in Sanandadsch.

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Ali Sadr Höhlen

Bereit für eine abenteuerliche Höhlenerkundung! Dann ist die Ali Sadr Höhle ein Muss auf der Tour durch den Westen Irans! Um zur eigentlichen Haupthöhle zu kommen, musst du erst einmal ordentlich ins Pedal treten! Sie ist nämlich nur mit Tretboten zu erreichen, da ein großer Bereich der Höhle teilweise unter Wasser steht. Auf dem Trockenen erwarten dich dann ein fast 100 m langer und 40 m hoher Raum mit riesiegen Gesteinsformationen von Stalagtiten und Stalagmiten, die sehr wirkungsvoll beleuchtet werden. Die Führung dauert 1 h, der Eintrittspreis ist etwas hoch. Ich habe mich kurzfristig mit einer iranischen Familie angefreundet, die zufällig in Deutschland lebt. Sie haben für mich netterweise ein Ticket zum iranischen Preis gelöst. Ein Bus fährt nur bis zum Vorort Gol Tappeh, von da aus musste ich ein Taxi nehmen. Besser ist es gleich ein Taxi von Hamadan zu nehmen, dann spart man sich die lange Wartezeit bis der Bus voll ist. Hin und Rückfahrt kosten dann ca. 15 – 20€.

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